Zur Information:
Vollzug des Art. 21 Abs. 4 des Bayerischen Jagdgesetzes (BayJG);
Lageplan Betretungsverbot

der Forstbetrieb Ruhpolding hat für die „Vorberg-Fütterung“ im Bereich Mehrental in der Gemeinde Staudach/Egerndach ein befristetes Betretungsverbot, fur die Zeit vom 15. November bis 15. April eines Jagdjahres, beantragt. Betretungsverbote der gleichen Art wurden in jüngster Vergangenheit mehrfach genehmigt, zuletzt im Bereich der Weißenbach-Fütterung in Rottau und der Hirschlahner-Fütterung im Gemeindebereich Reit im Winkl.

Durch das Fütterungsumfeld der Vorberg-Fütterung führen die Mehrental-Forststraße, sowie der Kehrergraben und Steckenleiten. An der Fütterung werden durchschnittlich 35 Stück Rotwild gefüttert, die ihre Einstande im Umfeld der Fütterung haben. Die Wege sind in den Sommermonaten gut frequentiert. Im Winter nutzen Einzelpersonen und Reitergruppen die Wege auch in der Dämmerung und Nachtzeit. Bei laufendem Fütterungsbetrieb führt dies zu erheblichen Störungen und hat zur Folge, dass das Rotwild die Fütterung zum Teil über Tage nicht mehr aufsucht. Störungen im Hochwinter stellen aus wildbiologischer Sicht ein Problem dar, das Risiko von Verbiss- oder Schälschaden steigt erheblich. Zum Schutz der Lebensbereiche der freilebenden Tierwelt kann nach Art. 21 Abs. 4 BayJG das Betreten eines festgelegten Bereichs durch Rechtsverordnung vorübergehend eingeschränkt oder untersagt werden.
Vor allem die starke Inanspruchnahme der freien Natur und sportliche Aktivitäten tragen dazu bei, dass das Wild beunruhigt wird. Der wachsende Freizeitdruck der letzten Jahre führt nicht zu einer Entspannung dieses Zustands.
Zur Vermeidung dieser Stress- und möglichen Schadenssituation erscheint ein zeitlich befristetes Betretungsverbot daher als geboten.